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Beschwerdebilder

Wann und für wen ist Rehabilitationssport angezeigt?

Der Rehasport zählt zu den Leistungen der medizinischen Rehabilitation. Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen haben nach §44 SGB IX das Recht auf ärztlich verordneten Rehasport. Rücken- oder Gelenkschmerzen wie auch z.B. Diabetes sind eine Behinderung.

Rehabilitationssport soll die Leistungsfähigkeit, die Ausdauer und die Belastbarkeit des Betroffenen verbessern und kommt grundsätzlich bei jeder Behinderung in Betracht. Insbesondere nach schweren Erkrankungen soll der Rehabilitationssport Hilfe zur Selbsthilfe bieten, Krankheitsbeschwerden mindern und die Arbeitsfähigkeit wieder herstellen. Der Rehasport ergänzt die ärztliche Behandlung. Die Leistung ist somit keine Ermessensentscheidung der Krankenkasse oder des Kostenträgers, sondern eine Leistung, die dem Versicherten zusteht.

Innere Organe

Orthopädische Probleme

Innere Organe

Diabetes

Stoffwechselstörung
Als Diabetes mellitus bezeichnet man eine Gruppe von Krankheiten des Stoffwechsels, bei denen der Zuckerhaushalt des Körpers gestört ist. Daher nennt man Diabetes im Volksmund auch die “Zuckerkrankheit”. Es handelt sich um einen Mangel an Insulin, einem Hormon, das den Zuckerhaushalt im Stoffwechsel regelt. Man unterscheidet zwischen absolutem und relativem Insunlinmangel, bei letzterem kann das Hormon seine Aufgabe nicht richtig erfüllen, ist aber vorhanden.

Es gibt Diabetes vom Typ 1 und vom Typ 2. Beim Typ 1, der bei nur etwa 3 bis 5 Prozent der Fälle vorliegt, handelt es sich um einen absoluten Insulinmangel, während beim Typ 2, der leider 90 Prozent aller Diabates-Fälle ausmacht, mehrere Symptome und Mangelerscheinungen auftreten. Während früher Diabetes mellitus Typ 2 eher bei Älteren Menschen auftrat, sind heute – nicht zuletzt wegen falscher Ernährung und mangelnder Bewegung – zunehmend junge Erwachsene und sogar Kinder betroffen.

Asthma

Chronische Atemwegsentzündung
Unter Asthma versteht man eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, die sich durch Überempfindlichkeit des Bronchialsystems sowie wiederkehrende Episoden von Atemwegsverengungen auszeichnet. Es gibt Menschen, die aufgrund einer Allergie an Asthma leiden, sowie solche, die durch Umwelteinflüsse wie Zugluft, virale Infekte und ähnliches Asthmananfälle bekommen. Auch die Einnahme gewisser Medikamente kann als Nebenwirkung Asthma hervorrufen.

Die Bronchien werden beim Asthma extrem verengt, was durch Schleimhautschwellung, vermehrte Schleimproduktion zähen, glasigen Schleims oder Verkrampfungen ausgelöst werden kann. Ca. 300 Millionen Menschen leiden unter asthmatischen Beschwerden, in Deutschland etwa 3 bis 5 Prozent der Bevölkerung und bei den Kindern leider 10 Prozent.

COPD

Chronic Obstructive Pulmonary Disease
COPD ist eine englische Abkürzung, mit der die chronisch obstruktive Lungenerkrankung bezeichnet wird. Obstruktiv heißt, die Bronchien sind dauerhaft vereengt und daher in ihrer Funktion eingeschränkt – Atemnot ist die Folge. Während bei Asthma die Atemnot anfallsartig auftritt und häufig Allergien die Auslöser sind, bemerkt der COPD-Patient seine Atemnot meist bei körperlicher Anstrengung, schuld ist oftmals eine übermäßige Schadstoffbelastung.

Bei COPD verengen sich die Bronchien, weil die Bronchialmuskulatur sich verkrampft (Bronchospasmus), die Schleimhaut anschwillt und sich dadurch ein Ödem bildet, was zu einer krankhaften Schleimproduktion führt, da die Atemwege dauerhaft unter einer chronischen Bronchitis leiden. Nicht nur Husten, sondern auch eine Überblähung der Lunge, die zu einem Lungenemphysem und damit zu Atemnot führt, ist die Folge.

Bluthochdruck

Hypertonie

Der Bluthochdruck wird auch arterielle Hypertonie genannt und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Druck innerhalb der Gefäße den Normwert von 140/90 mmHg übersteigt. Er gilt als eigene Krankheit, kann jedoch bei 10 bis 15 Prozent der Betroffenen auf eine andere Erkrankung, beispielsweise der Schilddrüse oder der Nieren, zurückgeführt werden. Dann spricht man von einer sekundären Hypertonie.

Leider bleibt Bluthochdruck meist lange unentdeckt. Schwindel, Kopfschmerz, Herzklopfen oder -stolpern, Nervösität und Schlafstörungen können darauf hinweisen. Das Risiko für Schlaganfälle und ernsthafte Herz- und Gefäßkrankheiten ist bei Menschen mit einem erhöhten Blutdruck größer.

Adipositas

Fettleibigkeit - Fettsucht

Unter Adipositas versteht man starkes Übergewicht, erkennbar an einer über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes. Die Folgen sind u. a. Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems und Gelenkprobleme. Adipositas kann aber auch selbst durch eine andere Krankheit, z.B. eine Stoffwechselstörung, oder auch als Nebenwirkung gewisser Medikamente auftreten. Allgemein spricht man ab einem Body Mass Index von über 30 von Adipositas. Man unterscheidet jedoch verschiedene Schweregrade.

Entscheidend für das Risiko ist die Verteilung des Fettes am Körper. Besonders das sogennante Viszeralfett am Bauch ist ein Indikator für Gefährdungen des Herz-Kreislauf-Systems. Sehr viele Zivilisationskrankheiten sind direkte Folgen des starken Übergewichts.

PAVK

Periphere Arterielle Verschluss Krankheit

Bei der PAVK ist die Blutversorgung der Extermitäten, also der Arme oder Beine, gestört. Die Arterien in Armen und Beinen werden als periphere Arterien bezeichnet. Werden diese immer enger und erfüllen ihre Aufgabe nicht mehr richtig, hat der Betroffene Schmerzen, z.B. beim Gehen.

Weil viele Menschen unwillkürlich aufgrund der Schmerzen bei PAVK Pausen beim Gehen einlegen müssen, nennt man diese Krankheit im Volksmund auch die “Schaufensterkrankheit”. Kleine Verletzungen heilen bei Betroffenen schlechter, Infektionen können auftreten und Gewebe absterben. PAVK ist bei vielen eine Folge von Arteriosklerose.

Nierenerkrankung

Die Niere - Renes oder Nephos

Die Nieren entgiften unter Anderem unseren Körper.  Die beiden bohnenförmigen Organe liegen beiderseits der Wirbelsäule etwa in Höhe der unteren Rippen. Eine Niere ist je nach Person etwa 10 bis 20 Zentimeter lang, 5 bis 6 Zentimeter breit und ca. 4 Zentimeter dick und wiegt ca. 160 Gramm. Die Nierendrinde, der Cortex rinalis, bildet den äußeren Teil. Das Nierenmark im Inneren wird als Medulla renalis bezeichnet.

Ist die Nierenfunktion gestört, entstehen teilweise Lebensbedrohliche Krankheiten. Viele Menschen mit einer Nierenerkrankung müssen regelmäßig zur Dialyse (künstliche Blutwäsche), weil ihre Nieren ihre Aufgabe nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen können. Die Nieren entgiften den Organismus über den Harn und damit dies geschehen kann, muss das gesamte Blut des Körpers regelmäßig über die Nieren fließen, sodass die chemischen Stoffe, die ausgeschieden werden sollen, herausgefiltert werden können.

Das Herz

Das Herz- Cor oder Cardia

Das Herz ist unser wichtigster Muskel und versorgt über das Blut den gesamten Körper mit Sauerstoff. Es ist aus vier Kammern aufgebaut, wobei man eine linke und eine rechte Hälfte unterteilt. Zwischen den beiden Hälften verläuft längs die Herzscheidewand (Septum), das die vier Kammern in einen rechten und einen linken Vorhof sowie in eine rechte und linke Herzkammer trennt. Durschschnittlich ist ein (gesundes) Herz ca. 15 cm lang, ca. 10 cm breit und wiegt 300 bis 350 g. Es befindet sich hinter dem Brustbein. Wir spüren unser Herz erst, wenn es Probleme macht. Hören Sie auf Ihr Herz und gehen Sie zum Arzt, sobald Sie eine Unregelmäßigkeit feststellen, es kann Ihr Leben retten!

Herzsport ist für alle Menschen geeignet, die bereits unter Herz- oder Gefäßkrankheiten leiden oder aufgrund einer anderen Erkrankung gefährdet sind. Die Übungen zielen auf eine Verbesserung der allgemeinen Kondition ab und beinhalten auch Ausdauer- und Entspannungselemente. Eine Herzsport-Stunde wird ärztlich beaufsichtigt, um eine maximale Sicherheit für alle Teilnehmer zu gewährleisten.

Stütz- und Bewegungsapparat

Skelett & Muskeln

Der Stütz- und Bewegungsapparat hält den Körper in seiner festen Form, macht ihn aber trotzdem beweglich, weshalb er aus festen und beweglichen Organen zusammengesetzt ist. Das Skelett ist aus Knochen aufgebaut und wird durch die Muskeln mit Hilfe der Sehnen bewegt. Diese sind auf der einen Seite am Konchen angewachsen und auf der anderen Seite mit dem Muskel verbunden. Bänder ermöglichen es, die Zugrichtung umzukehren und festigen bzw. sichern stark belastete Gelenke.

Probleme mit dem Stütz- und Bewegungsapparat können in vielfältiger Weise und in unterschiedlichen Kombinationen auftreten. Sie sind oftmals schmerzhaft und führen zu Bewegungseinschränkungen und einer verminderten Lebensqualität.

(Künstliche) Gelenke

Ermöglichen Beweglichkeit

Die Gelenke ermöglichen die verschiedenen Bewegungen des menschlichen Körpers. Dafür müssen die Knochen miteinander verbunden und gegenseitig verschiebbar sein, was entweder durch eine Haft (Fuge), die nur begrenzte und federne Bewegungen erlaubt, oder eben ein Gelenk geschehen kann. 

Ein Gelenk besteht aus zwei mit Knorpel überzogenen Knochenenden, der Gelenkpfanne und dem Gelenkkopf. Die beiden Gelenkflächen werden durch den winzigen Gelenkspalt getrennt. Eine Gelenkkapsel umschließt das Gelenk vollständig. Die Gelenkschmiere (Synovia) sowie mehrere kurze oder lange Verstärkungsbänder ermöglichen die verschiedenen Bewegungen.

Wirbelsäule

Rückgrat

Die Wirbelsäule besteht aus zwei Teilen, einem starren (Kreuz- und Steißbein) und einem freien. Sie ist aus 24 einzelnen Wirbeln zusammengesetzt und kann als beweglicher Stab betrachtet werden. Von vorn gesehen ist sie gerade, von der Seite betrachtet weist Sie eine (normale) Kurvenform auf, durch die eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und somit ein aufrechter Gang ermöglicht wird.

Die Wirbelsäule verbindet alle Teile des Skeletts miteinander und enthält im Inneren, dem Wirbelkanal, das Rückenmark. Abgesehen vom ersten und zweiten Halswirbel sowie dem zusammengefassten Kreuz- und Steißbeinwirbel befinden sich zwischen allen Wirbeln sogenannte Bandscheiben. Häufig treten Beschwerden in diesem Bereich auf, doch Probleme mit der Wirbelsäule können auch andere Ursachen als Bandscheibenvorfälle usw. haben.

Knie / Hüfte / Schulter

 

Das Knie, die Hüfte und die Schulter bilden unsere größten Gelenke.

Haltungsschäden

Fehlbelastungen

Von Haltungsschäden betroffen sind meist Menschen, die sich zu wenig und wenn, dann nur einseitig und immer gleich bewegen. Fehlhaltungen am Arbeitsplatz oder in der Freizeit führen zu Verspannungen der Muskeln, Fehlbelastungen der Gelenke und Überdehnung der Bänder.  Haltungsschäden können auch psychische Ursachen haben!

Die folgen sind oft Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Bei vielen Menschen bildet sich ein Hohlkreuz, ein Rundrücken oder eine Skolliose (seitliche Krümmung der Wirbelsäule).

Osteoporose

Knochenschwund

Bei Osteoporose handelt es sich um eine Erkrankung des Skelettsystems. Die Knochen verlieren ihre Festigkeit und brechen dadurch leichter. Ca. 7,8 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen, die Mehrheit davon sind Frauen nach den Wechseljahren, es können aber auch Männer und jüngere Menschen Knochenschwund bekommen.

Die Knochendichte verringert sich mit zunehmendem Alter grundsätzlich. Beim Knochenschwund wird dieses normale Maß aber überschritten und es entstehen aufgrund der Instabilität sogar Verformungen. Häufige Knochenbrüche – auch spontan, also ohne Einwirkung von Außen wie beispielsweise Stöße oder einen Sturz – sind die Folge. Leider betrifft die Osteoporose meist das ganze Skelett, selten nur einzelne Bereiche.

Arthrose

Gelenkverschleiß
Unter Arthrose versteht man einen über das übliche Maß im Alter hinausgehenden Gelenkverschleiß. Nicht nur Ältere Menschen sind betroffen. Sie kann durch Über- und Fehlbelastungen sowie äußere Einwirkungen entstehen, aufgrund von angeborenen Fehlstellungen oder als Folge anderer Erkrankungen wie z. B. Osteoporose entstehen.

Alle Gelenke können von Arthrose betroffen sein, in Deutschland leiden die meisten Menschen jedoch unter einer Kniegelenksarthrose. Die Folgen sind Schmerzen und Geräusche beim Belasten bzw. bei der Bewegung sowie Deformationen. Außerdem kann es zu schmerzhaften Gelenkergüssen kommen.

Rheuma

Krankheiten des rheumatischen Formenkreises

Mit Rheuma werden Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates bezeichnet, die mit funktionellen Einschränkungen sowie Schmerzen einhergehen. Diese Schmerzen fühlen sich meist ziehend, fließend oder reißend an. Im Mittelalter dachte man, dass rheumatische Beschwerden von einer Flüssigkeit im Gehirn ausgelöst würden, die in die Gliedmaßen fließen – daher der Name aus dem Altgriechischen (“rheo – ich fließe”).

Es gibt entzündlich-rheumatische Erkrankungen, worunter auch die Arthritis fällt, degenerative, die durch Verschleiß entstehen, wie die Arthrose, und Stoffwechselstörungen, deren Symptome rheumatische Beschwerden sind, wie Gicht oder auch Osteoporose.

Krebs / Tumorerkrankungen

Bösartige Gewebeneubildung

Unter einem Tumor versteht man zunächst eine Geschwulst, die aufgrund einer Zunahme von Gewebevolumen unabhängig von der Ursache entsteht. Es handelt sich um eine Wucherung, die gut- oder bösartig sein kann. Bei Krebs bilden diese bösartigen Tumore Metastasen, die schnell und invasiv wachsen. Sie sind deutlich vom anderen Gewebe zu unterscheiden.

Krebs ist ein Sammelbegriff für vielerlei Krankheiten, die mit Tumorbildung einhergehen, bei denen also Körperzellen unkontrolliert wachsen und dadurch gesundes Gewebe verdrängen bzw. zerstören können.